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Rohkost für Kinder - ein Instinkt?
“Keine natürliche Kostform, sei es Instincto oder Vollwertkost, kann (hat sich das Kind erst einmal an gekochte Kost gewöhnt -- In diesem Fall befindet es sich wieder im Toleranz- zustand.) die Sucht auf Gekochtes und ungesundes Essen (Fast Food und Süssigkeiten) verhindern, es sei denn , es wird durch unangenehme Körperreaktionen eines Besseren belehrt. Ist erst einmal der Rückfall in den Kochtopf vollzogen und zeigt das Umfeld der Kinder keine konsequente Ernährungsform, so wird leider der Rohkostanteil (in Form von Obst, Gemüse und Salaten) immer kleiner und hat irgendwann nur noch Alibifunktion, während der gekochte Teil des Essens zum Sattwerden dient.
Kinder, die Kochkost gar nicht erst kannten, sind völlig glücklich und zufrieden mit der Rohkost und zeigen keinerlei Verlangen nach gekochtem, selbst wenn - wie bei uns - die halbe Familie am selben Tisch anders isst. Lediglich Neugier lässt sie von Zeit zu Zeit von gekochten Speisen probieren, wobei es ihnen oft gar nicht schmeckt oder durch die Kochkostprobe das Wohlbefinden beeinträchtigt wird (solange sich das Kind im Zustand der Intoleranz befindet).
Rohkost-Instincto-Kinder erfahren durch diese Ernährungsweise eine ganz andere Strukturierung der Psyche in der frühen Kindheit. Die Autonomie und Freiheit des Kindes, die es bereits als Säugling besitzt oder besitzen könnte (denn bereits Neugeborene wissen, welche Produkte sie brauchen) wird respektiert; man kann ihm nichts aufzwingen, sondern muss akzeptieren, dass es das isst, was es wirklich braucht. Ein Instincto-Kind isst die von ihm ausgewählte Frucht, Nuss oder das Gemüse nur so lange, wie es ihm schmeckt, aber dann mit höchstem Genuss. Ist jedoch die instinktive Sperre erreicht, kann nichts in der Welt es zwingen, auch nur noch einen Bissen davon weiter zu essen. Das Trauma vom leer gegessenen Teller ist ihm fremd. Erbettelt ein Kind jedoch Brot von einer geliebten Person, so heisst dies nicht, dass es Brot braucht. Ziel ist vielmehr die Herstellung eines emotionalen Kontaktes zu dieser Person. Bekommt es aber Brot, so gibt es keine instinktive Sperre, und es isst dieses Produkt immer weiter, obwohl es dies gar nicht braucht. Die gleiche Situation kann mit Rohkost nicht funktionieren, denn das Kind kann das erbettelte Produkt nur dann essen, wenn es der Körper auch benötigt; ansonsten wird es nach dem ersten Bissen abgelehnt oder sofort ausgespuckt. So erzieht es sich selbst zum Gehorsam gegenüber der Natur.
Kindern bis zum Alter von etwa zwei Jahren sollte man in der Auswahl der Produkte völlig frei lassen, damit sie ihre eigenen Erfahrungen machen können, die nachher auch das Unter- bewusstsein prägen. Während der Zeit bis zum 4./5. Lebensjahr festigt sich dann die Erfahrung, dass gut schmeckende Produkte auch gut für den Körper sind; was nicht schmeckt, schadet dagegen dem Körper. Genuss wird so als wahrer Genuss erfahren (nicht wie bei Bonbons, wo der Genuss dem Körper schadet). Körperliche Reaktionen wie Bauchweh oder Erbrechen lehren das Kind, die Speisen richtig zu kombinieren und die Sperren zu beachten. Es erzieht sich somit selber zum korrekten Essen.
Im Kochumfeld steht die Welt dagegen auf dem Kopf: Die Mutter drängt das Kind, den Salat zu essen, weil er gesund ist, aber er schmeckt nicht. Sie verbietet ihm die Bonbons, da sie schädlich sind; diese schmecken aber. Somit gerät das Kind in ständigen Konflikt und wird völlig abhängig, da es keinen eigenen Orientierungspunkt findet. Dadurch entstehen Ängste und Unsicherheiten und schliesslich Frustrationen (denn was schmeckt, ist nicht gesund) und Schuldgefühle. Der Genuss wird im Unterbewusstsein zur Gefahr.
Wir sollten unsere Instinkte, insbesondere unseren Ernährungs- instinkt daher in einem neuen, positiven Lichte sehen, im Vertrauen darauf, dass die Schöpfung nichts Schlechtes hervorbrachte (vielmehr wir das Erschaffene missbrauchen eben durch unseren Intellekt). So können wir davon ausgehen, dass auch unsere natürlichen Instinkte ursprünglich nichts Schlechtes, Triebhaftes oder Tierisches beinhalten, sondern schlicht unserem eigenen Nutzen und Vorteil dienen sollten...” Quelle: Einführung in die Instinctotherapie nach G.-C. Burger von Dr. Traudel Weustenfeld (Dipl.-Biologin & Ernährungsberaterin)
Wir können dies absolut bestätigen.
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