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Unser “Kostbuch” der lebendigen Kinderernährung
Viele Eltern und interessierte Leute werden zumindest an dieser Stelle fragen, wie der Speiseplan eines Rohkostkindes aussieht. Wir geben gern unsere privaten Erfahrungen weiter.
Ich habe mich in der Schwangerschaft als ehemalige Vollköstlerin (allerdings trinke und rauche ich nicht) schon etwas bewusster ernährt. Immerhin war ich 38 Jahre und hatte dann paar Kilos zuviel. In der Schwangerschaftzeit begann ich mir über gesunde Ernährung noch viel bewusster Gedanken zu machen und las Helmut Wandmakers Bücher. Mein Interesse weitete sich und es kamen noch viel mehr Bücher hinzu. Wie wichtig und gesund Rohkost ist, wusste man schon aus Kampagnen (z.B. 5 am Tag) und ich ernährte mich zu 70% aus Rohkost (Obst und Gemüse), gegarte Gemüsegerichte, Suppen, etwas Weissfleisch und Fisch, Joghurt sowie Vollkornprodukte. Besonders aber achtete ich auf eine ausreichende Vitaminzufuhr in Form von Vitamintabletten.
Mir ging es prächtig und die Schwangerschaft verlief problemlos. Per Kaiserschnitt brachte ich einen gesunden Jungen zur Welt. Allerdings reichte die Muttermilch nicht aus und mein Sohn wurde noch in der Klinik und die anschliessenden Wochen mit Flasche (Baby-Prä-Milch) zusätzlich ernährt. Das bekam ihm gar nicht und wir begannen ihn mit ca. 3 Monaten auf frisch gepresste Säfte umzustellen (siehe Saftrezepte für Säuglinge). Das Aufstossen mit leichter Übergabe verschwand, keine Blähungen mehr. Es stellten sich erste Entgiftungsanzeichen ein. Man diagnostizierte Windeldermatitis, die schnell korrigiert wurde. Tatsächlich “blühte” die kleine Po-Region, keine Salbe half. Heute wissen wir, dass die drei Monate falscher Ernährung ihren Tribut forderte. Er hatte drei Entgiftungsphasen unterschiedlicher Länge. Also. liebe Eltern, keine Sorge. Die wie knallrote Schuppenflechte aussehende Haut und die kleinen Pustelchen, die sich überall bilden können, verschwinden genauso plötzlich, wie sie gekommen sind. Auch ohne Salbe. Zur Linderung kann man etwas Olivenöl-Salbe auftragen.
100% rohes Obst und Gemüse waren von nun an seine Nahrung. Inzwischen ist er zwei Jahre, kerngesund (zum Erstaunen der Ärzte), nicht zu dünn und nicht zu dick, hatte keine Erkrankung, ist unglaublich fit (er läuft mit uns ca. 3 km am Tag), wissbegierig und hat eine herrlich gesunde Hautfarbe. Oft fragt man uns, woher er solche roten “Bäckchen” habe, was, nach der Obst-und Gemüse-Antwort, mit einem leichten Lächeln, einem erstaunten Aha oder Kopfschütteln endet. Na jedenfalls freut er sich, wenn die Leute ihn loben und die bewundernde Blicke zuwerfen. Er trinkt Säfte und Wasser, isst Obst-und Gemüsebrei aus dem Mixer und isst zusätzlich auf was er gerade Appetit hat (sucht sich selbst aus). Ein Rohkostkind entwickelt sich normal, das heisst nicht so schnell wie die Vollkost-Eiweiss-Mast-Kinder. Also keine Sorge - die Erdbeerkinder sind nicht “zurück.
Heute ist unser Sohnemann 5 Jahre und immer noch gesund und fit. Er läuft für sein Leben gern (auf dem Sportplatz läuft er mehrere Runden mit den grossen Leuten!) und interessiert sich für Karate (er hat vor Zeiten im Kinderkanal mal eine Karatesendung gesehen und seit dem ist er fasziniert). Zudem arbeitet er gern am Computer. Für ihn ist Rohkost ein Genuss und eine Selbstverständlichkeit. Natürlich ist er auch neugierig, was “Normalköstler” da auf dem Teller haben, aber nach einer Riechprobe rümpft er die Nase und entfernt sich meist. Kosten kommt für ihn fast gar nicht in Frage. Einmal hat er vom elterlichen Salat (die leider nur 80%ige Rohköstler sind) vom Thunfisch gekostet, ein winziges Stückchen und gleich wieder ausgespuckt. Um in Sachen Eiweissproblem auf Nummer “sicher” zu gehen, bekommt er seit einem Jahr Joghurt und Quark. Bis dahin gab es ausschliesslich Eiweisspulver pflanzlicher Herkunft. Meistens isst er zum Frühstück und zum Abendessen (1 Becher). Das hat er gut vertragen. Seine Salate reichen wir mit Avocadocreme (Avocado püriert) oder kaltgepressten Ölen (Raps, Kürbiskern oder Olive) an. Die Supplementierung besteht aus einem Multivitaminpräparat, B-Komplex, Kalzium und Magnesium, L-Carnitin und Kräuterblut.
Untenstehend finden Sie einige unserer Rezeptvorschläge zur Anregung.
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